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Verhalten nach OP
Geschrieben von Zahnarztpraxis Kilthau   

Verhalten nach Operationen im Mund-, Zahn- und Kieferbereich

Die Wunde schließt sich normalerweise im Laufe der ersten Wochen nach der Behandlung (Primäre Wundheilung).
In der ersten Zeit nach der Operation ist das richtige Verhalten für eine gute Wundheilung und die Minderung der unvermeidbaren OP-Folgeerscheinungen wichtig:

1. Für die Dauer der Anästhesie sind das Führen von Fahrzeugen und die Bedienung von Maschinen nicht erlaubt.
Warten Sie mit dem Essen und Trinken bis sich die Betäubung vollständig zurückgebildet hat.

2. In den Mund eingelegte Tupfer bitte nach 1 Stunde entfernen. Ziehen Sie nicht an der Wange und den Lippen und tasten Sie nicht mit dem Finger, um die Wunde selbst zu inspizieren.
Bei Nachblutungen pressen Sie Mull auf die betreffende Stelle, auf keinen Fall spülen oder spucken.
Bei Schmerzen nehmen Sie kein ASS oder Aspirin, sondern Schmerztabletten, die wir Ihnen empfohlen haben. Gut verträglich und wirksam ist der Wirkstoff Ibuprofen 400 mg.

3. In den ersten 24 Stunden sollte die Wunde gekühlt werden. Dies bewirkt eine geringere Schwellung. Hierzu können eingepackte Coolpacks oder nasse Waschlappen, aber kein Eis (zu kalt) verwendet werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln verringert die Temperatur im Mundraum, und die Wunde wird zusätzlich auch von innen gekühlt.
Wir empfehlen zum schnelleren Abschwellen der Wundregion zusätzlich die Anwendung von Arnika-Präparaten und Bromelain (Enzym der Ananas). Bei besonders komplizierten Eingriffen oder bei einer vorangegangenen Infektion kann die Verordnung eines Antibiotikums notwendig werden.

4. Nach jeder Operation im Mund-, Zahn- und Kieferbereich sind Milchprodukte zu vermeiden, da die darin enthaltenen Milchsäurebakterien den sich bildenden Blutpfropf angreifen würden, der zum Wundverschluss wichtig ist.
In den ersten zwei Tagen nach der Extraktion sollte gänzlich auf Koffein (Kaffee, Schwarztee, Energydrinks) verzichtet werden, da durch die Steigerung des Blutdrucks Nachblutungen verursacht werden können.
Auf Alkohol sollte wegen seiner gerinnungshemmenden Wirkung ebenfalls verzichtet werden.
Tabakrauch erhöht die Gefahr von Wundheilungsstörungen.
Der Verzehr von Vollkornprodukten und Speisen, die krümelige Bestandteile haben, kann kurz nach der Behandlung problematisch sein, da die Krümel in die Wunde geraten können und eine potentielle Entzündungsgefahr darstellen. Da die Kaubewegung am Anfang schmerzvoll sein kann und die Schwellung beim Essen behindern kann, empfiehlt es sich, zunächst nur Suppen und breiförmige Speisen zu konsumieren (weiche Kost).

5. Um einer Infektion durch Speisereste in der offenen Wunde vorzubeugen, sollte nach jedem Essen der Mund kurz mit Wasser ausgespült werden. Die Zahnpflege sollte möglichst wie gewohnt fortgeführt werden. Ganz am Anfang können die Zähne im Wundbereich ausgespart werden. Sie sollten aber, so früh es geht, sanft geputzt werden. Insofern ein starkes Schrubben vermieden wird, sollte sich das Putzen schmerzfrei gestalten. Bei Bedarf kann eine extra weiche Bürste für die betroffenen Regionen verwendet werden. Wenn in den ersten Tagen wegen zu großer Schmerzen gänzlich auf das Zähneputzen verzichtet wird, kann alternativ mit trockenen Wattestäbchen eine Wundreinigung durchgeführt werden. Zusätzlich sollte eine Chlorhexidinhaltige Mundspülung verwendet werden. Mundspülungen (nicht Mundwasser) mit mindestens 0,1 % Chlorhexidingehalt (optimal Chlorhexidin 0,2%) wirken antiseptisch und vermindern die Keimzahl in der Mundhöhle. Daher können diese Mundspülungen kurzzeitig das Zähneputzen ersetzen und auch die Behandlung von lokalen Entzündungen in der Mundhöhle unterstützen.
Soweit keine Allergie gegen Kamille besteht, kann zur Beruhigung und Desinfektion der Wunde nach dem Essen mit Kamille gespült werden. Zu heftiges und zu häufiges Spülen behindert jedoch den natürlichen Wundheilungsprozess.

6. Zurückhaltung bei sportlichen Aktivitäten ist dringend geboten, da der akut steigende Blutdruck Nachblutungen hervorrufen kann. Außerdem behindert starke Anstrengung den Körper bei der Regeneration und verzögert die Wundheilung. Auf übermäßige Wärmebelastung, wie Sonnenbäder, Solarium und Saunaaufenthalte sollte verzichtet werden.

7. Bei Eingriffen im Oberkiefer sollte der Patient heftiges Schnäuzen und Niesen in den ersten Tagen nach der Operation soweit möglich vermeiden, da es durch den Druck, der dabei auf die Kieferhöhle ausgeübt wird, zu Blutungen kommen kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn es bei dem Eingriff zu einer Eröffnung der Kieferhöhle (Mund-Antrum-Verbindung (MAV)) gekommen ist

8. Bei Auftreten von Komplikationen nehmen Sie bitte umgehend mit der Praxis oder außerhalb der Praxiszeiten mit dem Notdienst Kontakt auf.


9. Eine Nahtentfernung erfolgt gegebenenfalls am 7. bis 10. postoperativen Tag.
Das Praxisteam wünscht Ihnen eine gute Besserung und eine baldige Genesung.

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