| Zahnarztpraxis Kilthau | ||||||||||
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| Verhalten nach OP |
| Geschrieben von Zahnarztpraxis Kilthau | |
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Verhalten nach Operationen im Mund-, Zahn- und Kieferbereich Die Wunde schließt sich normalerweise im Laufe der ersten Wochen nach der Behandlung (Primäre Wundheilung). 1. Für die Dauer der Anästhesie sind das Führen von Fahrzeugen und die Bedienung von Maschinen nicht erlaubt. 2. In den Mund eingelegte Tupfer bitte nach 1 Stunde entfernen. Ziehen Sie nicht an der Wange und den Lippen und tasten Sie nicht mit dem Finger, um die Wunde selbst zu inspizieren. 3. In den ersten 24 Stunden sollte die Wunde gekühlt werden. Dies bewirkt eine geringere Schwellung. Hierzu können eingepackte Coolpacks oder nasse Waschlappen, aber kein Eis (zu kalt) verwendet werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln verringert die Temperatur im Mundraum, und die Wunde wird zusätzlich auch von innen gekühlt. 4. Nach jeder Operation im Mund-, Zahn- und Kieferbereich sind Milchprodukte zu vermeiden, da die darin enthaltenen Milchsäurebakterien den sich bildenden Blutpfropf angreifen würden, der zum Wundverschluss wichtig ist. 5. Um einer Infektion durch Speisereste in der offenen Wunde vorzubeugen, sollte nach jedem Essen der Mund kurz mit Wasser ausgespült werden. Die Zahnpflege sollte möglichst wie gewohnt fortgeführt werden. Ganz am Anfang können die Zähne im Wundbereich ausgespart werden. Sie sollten aber, so früh es geht, sanft geputzt werden. Insofern ein starkes Schrubben vermieden wird, sollte sich das Putzen schmerzfrei gestalten. Bei Bedarf kann eine extra weiche Bürste für die betroffenen Regionen verwendet werden. Wenn in den ersten Tagen wegen zu großer Schmerzen gänzlich auf das Zähneputzen verzichtet wird, kann alternativ mit trockenen Wattestäbchen eine Wundreinigung durchgeführt werden. Zusätzlich sollte eine Chlorhexidinhaltige Mundspülung verwendet werden. Mundspülungen (nicht Mundwasser) mit mindestens 0,1 % Chlorhexidingehalt (optimal Chlorhexidin 0,2%) wirken antiseptisch und vermindern die Keimzahl in der Mundhöhle. Daher können diese Mundspülungen kurzzeitig das Zähneputzen ersetzen und auch die Behandlung von lokalen Entzündungen in der Mundhöhle unterstützen. 6. Zurückhaltung bei sportlichen Aktivitäten ist dringend geboten, da der akut steigende Blutdruck Nachblutungen hervorrufen kann. Außerdem behindert starke Anstrengung den Körper bei der Regeneration und verzögert die Wundheilung. Auf übermäßige Wärmebelastung, wie Sonnenbäder, Solarium und Saunaaufenthalte sollte verzichtet werden. 7. Bei Eingriffen im Oberkiefer sollte der Patient heftiges Schnäuzen und Niesen in den ersten Tagen nach der Operation soweit möglich vermeiden, da es durch den Druck, der dabei auf die Kieferhöhle ausgeübt wird, zu Blutungen kommen kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn es bei dem Eingriff zu einer Eröffnung der Kieferhöhle (Mund-Antrum-Verbindung (MAV)) gekommen ist 8. Bei Auftreten von Komplikationen nehmen Sie bitte umgehend mit der Praxis oder außerhalb der Praxiszeiten mit dem Notdienst Kontakt auf.
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